FAQs

FAQ zum 3D-Druck

FAQs zum 3D-Scan s. weiter unten

 
1. Welche Dateiformate werden akzeptiert?

Wir bevorzugen die Standarddatenformate STL (.stl) für nicht-farbige Modelle und VRML 2.0 (.wrl) für farbige. Diese Formate können aus den meisten CAD- und 3D-Modellierprogrammen exportiert werden. Andere Datenformate sind prinzipiell auch möglich, allerdings nur auf Anfrage und in Absprache mit uns. Letztendlich benötigen wir stets .stl- oder .wrl-Daten.

 

2. Reicht als Datenformat auch eine 2D CAD-Zeichnung?

Nein. Wir benötigen digitale 3D-Modelle, es ist ja auch ein 3D-Drucker.

 

3. Was heißt “druckbares Modell”?

Ein druckbares Modell muss ein “wasserdichtes”, überschneidungsfreies Flächenmodell sein, das ein 3D-Volumen beschreibt. D.h. bei Benutzung des STL-Datenformates wird das Modellvolumen durch ein Dreiecksnetz definiert. Dieses Dreiecksnetz darf keine Löcher haben und darf sich nicht selbst durchdringen. Das exportierte STL-Modell kann mit dem kostenfreien Programm VisCAM View gelesen und überprüft, jedoch nicht korrigiert werden. Wir benutzen im 3D-Labor die Vollversion des Programmes, um die Modelle zu testen. VisCAM View läuft unter Windows und kann hier unter Downloads heruntergeladen werden.

Es werden folgende Modelleigenschaften bzw. Fehler angezeigt:

 

    • Anzeige von Löchern
    • Anzeige unverbundener Kanten (gelb oder grün hervorgehoben):

 

 

      1. Löcher sind vorhanden
      2. Identische Kanten wurden nicht miteinander “verschweißt”
      3. Nicht-mannigfaltige Kanten treten auf (z.B. drei Dreiecksflächen, die eine gemeinsame Kante haben)

 

  • Anzeige von falsch orientierten Normalen (Flächen werden rot angezeigt)
  • Anzeige von sich schneidenden oder überlappenden Dreiecken
  • Anzeige von unvereinigten Teilkörpern im Modell

Zusätzlich kann mit einer Schnittansicht das Modell auch von innen überprüft werden. Eine Korrektur dieser Fehler ist in dem kostenfreien Viewer nicht möglich. Sie muss dann in der ursprünglichen Konstruktions- oder Modelliersoftware erfolgen.

 

4. Müssen alle teilobjekte eines Modells vereinigt (“verboolt”) sein?

Ja und Nein. Falls alle Teilkörper eines Modells in sich ein korrektes Volumen beschreiben, also keine Löcher, nicht-mannigfaltige Kanten oder Überschneidungen besitzen, muss das gesamte Modell, das aus diesen Teilkörpern besteht nicht vereinigt (Boolesche Vereinigung) sein. Die Teilkörper können dann auch ineinanderstecken. Wir empfehlen jedoch, ein Modell in möglichst wenige Teilkörper (korrekt vereinigt) zusammenzufassen.
Sind die Teilkörper jedoch NICHT korrekt, kann das zu unvorhersehbaren Fehlern beim Druck führen. Solche Drucke werden bei uns nicht gestartet.

5. Was ist die minimale Wandstärke?

Ist die Materialstärke zu dünn, können die Modelle zerbrechen. Die minimale Wandstärke ist allerdings auch abhängig von der Modellgeometrie und auch -größe. Grundsätzlich schlagen wir folgende Richtwerte vor:

 

  • Gipsdrucker: >2 mm
  • Kunststoffdrucker: >1,5 – 2 mm

Am besten ist eine kurze Absprache mit uns in Bezug auf das entsprechende Modell.

 

6. Kann man Hohlkörper drucken?

Ja, allerdings sollte eine Öffnung vorhanden sein, durch die das nicht verklebte Pulver herausrieseln bzw. die Stützstruktur entfernt werden kann.

 

7. Sollen die Modelle bereits im Maßstab übergeben werden?

Ja, sicherheitshalber bitte immer kurz die Referenzdimension in der entsprechenden Einheit angeben.

Falls das Modell nicht korrekt skaliert ist, können wir eine Skalierung bei uns durchführen, allerdings nur mit entsprechenden Angaben.

 
8. Was ist die maximale Bauraumgröße?
  • Gipsdrucker: 35 x 25 x 20 cm
  • Kunststoffdrucker: 25 x 25 x 30 cm

Beides in Länge x Breite x Höhe.

 

9. Sind Modelle größer als der Baumraum möglich?

Prinzipiell Ja, jedoch nur in Einzelteile aufgeschnitten/zerlegt.

Die Einzelteile können nach dem Druck miteinander verklebt werden, allerdings sind die Klebekanten danach zu sehen. Bei entsprechender Nachbearbeitung, z.B. Spachteln, Schleifen und Lackieren, verschwinden diese Kanten.

 

10. Sind transparente Modelle möglich?

Nein.

 

11. Sind weiße Modelle möglich?

 

  • Gipsdrucker: Nein. Die Oberfläche ist bei farblosem Druck immer leicht beige. Weiß werden die Modelle nur, wenn sie z.B. weiß lackiert werden.
  • Kunststoffdrucker: Ja.

 

 

12. Kann manfarbige Modelle drucken?

 

  • Gipsdrucker: Ja. Allerdings kann der Farbton nicht garantiert werden.
  • Kunststoffdrucker: Nur monochrome Modelle in Standardfarben des Herstellers (Weiß, Gelb, Rot, Grün, Blau, Grau, Schwarz)

 

13. Was kostet ein 3D-Druck?

Wir können die Kosten für einen Druck erst schätzen, wenn wir ein druckbares Modell haben! Der Preis ist abhängig von:

 

  • Materialverbrauch
  • Druckdauer
  • Vor- und Nachbereitungdauer
  • Druckmaterial (Gips / Kunststoff)
  • Farbigkeit (weiß oder farbig)

 

14. Wie funktioniert 3D-Druck?

3D-Printing – Contex Designmate Cx:

schichtweises Verkleben von Gipspulver (vollfarbige Modelle, 0.1 mm Schichtdicke, 35 x 25 x 20 cm Bauraumvolumen)

Fused Deposition Modeling (FDM) – Dimension SST 1200:

schichtweises Auftragen von geschmolzenem Kunststoffdraht (monochrome Modelle, 0.25 mm Schichtdicke, 25 x 25 x 30 cm Bauraumvolumen)

 

15. Wie genau druckt der 3D-Drucker?

Schichtdicke CONTEX Designmate Cx: 0,0875-0,1mm

Schichtdicke DIMENSION SST1200: 0,25-0,33mm Siehe auch Ausstattung.

 

16. Wie lange dauert ein Druck?

Die Druckdauer hängt in entscheidendem Maße von dem Volumen des zu druckenden Körpers ab. Die meisten Objekte können über Nacht gedruckt werden, allerdings sollten Sie immer genug Vorlauf einplanen, da sehr viele Objekte erfahrungsgemäß noch bearbeitet werden müssen, bevor Sie gedruckt werden können und sie in der Regel auch noch infiltriert werden müssen.

 

17. Wie stabil sind die 3D-Modelle?

Die Gips-Modelle haben vor dem Infiltrieren eine sehr geringe Festigkeit. Danach kann man Sie von der Festigkeit her mit Kreide vergleichen. Die Kunststoff-Modelle sind flexibel und zugleich relativ stabil.

 

18. Sind die Farben UV-echt?

Nein, die Farben sind nicht UV-echt. Man kann gedruckte Objekte allerdings mit einem UV-Lack, welcher die UV-Echtheit gewährleistet, nachbehandeln.

 

19. Ist die Modelloberfläche glatt?

Nein, die Oberfläche ist leicht angerauht. Man kann die Objekte allerdings mit feinem Schleifpapier behandeln und sie anschließend infiltrieren, wodurch eine glatte Oberfläche geschaffen wird.

 

20. Muss mein Modell infiltriert werden?

Die Infiltration beschreibt das Behandeln eines gedruckten Objekts mit Epoxidharz oder mit Isozynat, mit dem Ziel, das Objekt aushärten zu lassen und zu festigen. Diese unterscheiden sich in der Festigkeit und der Temperaturbeständigkeit. Infiltrierte Modelle unterscheiden sich optisch durch die glänzende Oberfläche und eine leichte Veränderung des weißtones von nicht infiltrierten Modellen. Ein Objekt muss nicht zwangsläufig infiltiert werden, in den allermeisten Fällen ist das Infiltrieren allerdings empfehlenswert. Sie haben bei uns die Möglichkeit, das Objekt selbst zu infiltrieren (mit eigenem Epoxidharz oder mit unserem Material). Das spart uns viel Aufwand und Ihnen damit hohe Kosten.

 

FAQ zum 3D-Scannen

1. Was bedeutet 3D-Scannen?

Ein 3D-Scanner erfasst die Objektgeometrie eines realen Objektes als dreidimensionale Punktwolke. Aus dieser Punktwolke kann ein Polygonnetz gebildet werden, das eine weitere Bearbeitung am Rechner ermöglicht, z.B. Soll-Ist-Vergleich, Renderanwendungen, Reverse Engineering, 3D-Drucken, etc.

 

2. Welche Größenbeschränkungen gibt es?

Unser 3D-Scanner kann Objekte von Münzgröße bis mehrfache Menschengröße (z.B. Statuen) digitalisieren. Je nach Modellgröße und Anforderungen an die Auflösung haben wir vier verschiedene Messfelder im Einsatz. Die genauen Daten zu diesen Messfeldern finden Sie hier. Größere Objekte können zwar auch erfasst werden, allerdings steigt mit der Größe natürlich auch der Aufwand.

 

3. Wie lange dauert es, ein Objekt zu scannen?

Die Dauer eines einzelnen Scans liegt bei weniger als 1 Sekunde. Allerdings sind zur 3D-Vermessung viele Messungen nötig. Je nach Objektgröße, Auflösungsanforderung, Objektgeometrie variiert der Zeitaufwand von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden oder sogar Tagen.

 

4. Wird mein objekt durch das Scannen beschädigt?

NEIN. Unser 3D-Scanner arbeitet berührungslos. Zur Erhöhung des Messgenauigkeit und Steigerung der Automatisierung benutzen wir jedoch Referenzpunkte, die auf das Objekt geklebt werden. Ist dies bei Ihrem Objekt NICHT möglich, kann dies mit der Verwendung eines entsprechenden Rahmens um das Objekt umgangen werden. Dieser Rahmen wird dann anstelle des Objektes selbst mit Referenzpunkten beklebt und ggf. vorab eingemessen.

 

5. Können Objekte auch vor Ort digitalisiert werden?

JA. Unser System ist komplett transportabel. Allerdings gilt das nur für den Bereich Berlin und nähere Umgebung.

 

6. Wie hoch ist die Auflösung?

Die Auflösung, also der Abstand zweier benachbarter Pixel im Messfeld, ist abhängig von der verwendeten Messfeldgröße. Unsere Objektive haben eine Pixelauflösung von insgesamt 800.000 Pixeln, das bedeutet für den Messpunktabstand:

  • Messfeld 500 x 400 mm: 0,50 mm
  • Messfeld 250 x 200 mm: 0,25 mm
  • Messfeld 125 x 100 mm: 0,13 mm
  • Messfeld  65 x  50 mm:  0,07 mm

 

7. Gibt es Objekte, die nicht gescannt werden können?

Speziell bei stark glänzenden und reflektierenden Oberflächen hat unser 3D-Scanner als Streifenlichtprojektionsverfahren Probleme. Allerdings können diese sehr einfach durch die Verwendung eines feinen Kreidesprays umgangen werden. Das Objekt wird mit einer sehr feinen Kreideschicht überzogen, die nach dem Scan problemlos abwaschbar ist.
Falls ein Objekt nicht abwaschbar ist, gibt es die Möglichkeit ein flüchtiges Bindemittel aus dem Restaurationsbereich zu benutzen. Es ist ebenfalls in Sprayform erhältlich und der aufgesprühte Film verdunstet innerhalb von 1-2 Tagen ohne Rückstände und ohne das Material anzugreifen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf Anfrage.

 

8. Welche Ausgabedatenformate können erzeugt werden?

Die Punktwolken der Einzelscans werden nach erfolgter Registrierung in ein gemeinsames Koordinatensystem zu einem Polygonnetz weiterverarbeitet. Dieses Polygonnetz kann in der Software weiterbearbeitet werden, z.B. Löcher geschlossen, geglättet,etc., und anschließend im STL-Format (.stl) exportiert werden.
Wurde die Farbinformation des Modells mitaufgenommen, wird das texturierte Polygonnetz im PLY-Format (.ply) herausgeschrieben.
Auf Anfrage sind weitere Formate, auch Punktformate möglich.

 

9. Kann die Farbe eines Objektes mit aufgenommen werden?

JA. Mit unserem zusätzlichen Mini-Photogrammetriesystem können wir die Farbe / Textur eines Objektes erfassen und anschließend das digitalisierte Polygonnetz einfärben. Es werden tatsächlich die einzelnen Dreiecke des Netzes mit Farbinformation versehen und nicht etwa Texturkoordinaten vergeben. Das bedeutet, dass die Textur mit steigender Auflösung des Polygonnetzes genauer wird.

 

10. Können parametrische Daten generiert werden?

3D-Scanner selbst erfassen natürlich keine parametrischen Informationen, allerdings kann ein 3D-Scan die Grundlage für eine Flächenrückführung (Reverse Engineering) sein. Mittels spezieller Software zur Flächenrückführung kann ein parametrisches Modell aufgrund der Messinformationen nachkonstruiert werden.

 

11. Wie kann ich mein eingescanntes modell ansehen / bearbeiten?

Die digitalen Modelle können mit gängiger Software im Bereich 3D-Modellierung, CAD-Konstruktion oder freien Viewern geöffnet, angesehen, bewegt und je nach Programm bearbeitet werden. Freie Viewer bieten üblicherweise nicht die Möglichkeit ein Modell zu bearbeiten.

Unter Windows können Sie das kostenfreie Programm VisCAM View zum Betrachten und Bewegen der Modelle benutzen. Sie finden es hier unter Downloads zum Herunterladen.

Wollen Sie das Modell auch bearbeiten, bietet sich die 3D-Modellierungs-Software Blender an. Sie wird unter der Open-Source-Lizenz GPL entwickelt und ist kostenfrei unter Windows, Linux und MacOSX benutzbar. Weitere Informationen zur Benutzung und den Download finden Sie hier.

 

12. Ist ein gescanntes Modell 3D-druckbar?

JEIN. Ein 3D-Scanner kann üblicherweise nicht das komplette Modell mit allen Hinterschnitten oder Innenräumen erfassen. Digitalisierbar ist nur, was die Kameras des 3D-Scanners tatsächlich sehen können. D.h. der fertige Datensatz enthält häufig Löcher, Überlappungen und sonstige Fehlstellen, die durch entsprechende Nachbearbeitung korrigiert werden müssen. Falls der Datensatz nach dieser Bearbeitung die Kriterien eines “druckbaren” Modells (siehe FAQ 3D-Drucken) erfüllt, kann dieser auch auf unserem 3D-Drucker gefertigt werden. Allerdings eignet sich nicht jedes Modell für einen 3D-Druck.

Eine 1:1 Kopie ist nicht möglich.