Museum

3D-Technologien für Berliner Museen

Die Reprodutkion von Exponaten wir im Museumsbesuch von morgen ein wichtiger Bestandteil. Was mit Audio- und Videoführern begann, geht in 3D weiter. Die selbständige Erfoschung von Gegenständen und Orten binden den Besucher stärker ein. Ein Objekt (Latein: obiectum, das Entgegengeworfene) steht in Zukunft nicht einfach nur da, sondern wird anfassbar, drehbar, begehbar…

Museum Neukölln

Im Museum Neukölln werden in einer Dauerausstellung 99 Objekte aus verschiedenen Epochen präsentiert. Von einigen dieser Objekte wurden mittels 3D-Technologien Kopien erzeugt, die man ohne Bedenken berühren darf. Das bietet Schülern, insbesondere Sehbehinderten und Blinden einen spannenden und spielerischen Weg, mehr über die verschiedenen Exponate zu erfahren – darunter ein Mammutunterkiefer, ein Pfirsichkernamulett und der Kamm der „Britzer Prinzessin“.

Ägyptisches Museum

Höhepunkt der Zusammenarbeit mit dem Ägyptischen Museum in Berlin ist die Herstellung einer Kopie der Büste des Pharao Echnaton zu Zwecken der Restaurierung und Präsentation in der Ausstellung „Im Licht von Amarna“. Unsere 3D-Scan-Daten kombinierten wir mit in der Charité erhobenen CT-Daten, um die maximale Datenqualität für den 3D-Druck zu erreichen. Als positiver Nebeneffekt ist der Zustand der Büste vor der Restaurierung nun konserviert und immer wieder abrufbar.

Gipsformerei

Im Teesalon des ehemaligen Berliner Stadtschloss befanden sich einst 15 Figuren des Bildhauers C. F. Tieck. Die originalen Abgussformen sowie Abgüsse der meisten Figuren befinden sich in der Gipsformerei in Berlin. Ziel der Zusammenarbeit war neben der Herausstellung der Vor- und Nachteile moderner und traditioneller Verfahren die Herstellung von Verkleinerungen, was zum Teil mit rekonstruktiven Maßnahmen verbunden war – ein Teilbereich, in dem 3D-Technologien viele Vorteile bieten.

Märkisches Museum

Ziel der Zusammenarbeit war die Schaffung einer erleichterten Orientierung beim Betrachten der Geschichte Berlins. Zur Erstellung einer Simulation von Berlin um 1440 wurden alte Stadtpläne und ein 3D-Scan des Modells im Museum zurande gezogen und mit Computerprogrammen zur Modellierung und parametrischen Erzeugung von Geometrien verarbeitet. Zusätzlich wird ein für das bestehende Modell neu gebauter Beschriftungsrahmen mit 3D-Druck-Modellen ergänzt.

 

Zitadelle Spandau

Im Haus 8 der Zitadelle Spandau lädt die Dauerausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ zur Auseinandersetzung mit der Berliner Denkmalkultur ein. Die Ausstellung von originalgetreuen Skulpturen wird durch 3D-gedruckte Tastmodelle ergänzt, die zum Teil auf reinen 3D-Scans beruhen oder mithilfe von Fotografien oder Plänen rekonstruiert wurden. Eines dieser Tastmodelle – Die Große Halle von Germania – kann in einer Sonderausstellung auch durch eine VR-Brille betrachtet werden.

 

IZW

Startpunkt für die anhaltende Zusammenarbeit mit dem Institut für Zoo- und Wildtierforschung war 2011 die Aufbereitung von CT-Daten des Eisbären Knut zur Erstellung verschiedener 3D-Druck-Modelle für eine Pressekonferenz anlässlich dessen Dahinscheidens. Die Herauspräparierung der relevanten Bereiche und deren Ergänzung zu einem gefälligen Modell erforderten wissenschaftliches Vorgehen und kreatives Gespür. Das gilt für die vielen Folgeprojekte bis in die Gegenwart.  

Kooperationen

Haben Sie Fragen oder ein Projekt im Kopf?

Kontaktieren Sie uns!